Wald wirkt Wunder!
Waldbaden, Erholung und Outdoor-Action: Österreichs Wälder sind verlässliche Kraftquellen

Österreichs Wald als Raum für Wohlbefinden, Entschleunigung und sportliches Erlebnis: Die Impulse der Natur wirken erholsam auf Körper und Seele.

Es scheint, als schenke uns der Wald die Entspannung, die gerade im digitalen Alltag oft verloren geht. Bäume nehmen Kohlendioxid auf, geben Sauerstoff ab und wirken als natürliche Luftreiniger. Der Wald kann aber noch viel mehr. Im Wald lösen sich manchmal Sorgen buchstäblich in Luft auf – und wir fühlen uns von der Natur als Kraftquelle gestärkt. Warum ist das so?

Forschungen haben ergeben, dass Waldluft Pflanzenstoffe enthält, die den Körper positiv beeinflussen, das Immunsystem unterstützen und einen ausgleichenden Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem haben können. Studien legen nahe, dass ein zwei- bis dreistündiger Waldaufenthalt eine erhöhte Aktivierung natürlicher Killerzellen bewirken können, was zur Abwehr gesundheitsschädlicher Einflüsse beitragen kann. All das macht „Waldbaden“ zwischen Moos, Vogelgezwitscher und Baumkronen in Österreich so attraktiv.

Die schönsten Waldregionen in Österreich

Beinahe halb Österreich ist bewachsen mit Wald. Die Steiermark, Kärnten und das SalzburgerLand führen das grüne Ranking an. Ein dauerhafter Sauerstofflieferant, in der etwa eine große Buche stündlich zwei Kilo Sauerstoff produziert.

Wusstet ihr, …

… wie viele Bäume in Österreichs Wäldern wachsen?

Auf fast 48 % der Staatsfläche wächst Wald. Das sind 4 Millionen Hektar Wald. Das sind 3,5 Milliarden Bäumen. Das macht 406 Bäume pro Einwohner:in.

… wie viele Baumarten in Österreichs Wäldern vorkommen?

In Österreichs Wäldern wachsen 65 verschiedene Baumarten. Davon sind 80 % Nadelbäume und 20 % Laubbäume. Die häufigste Nadelbaumart ist die Fichte mit 57 %, die Buche mit 12 % der am meisten verbreitete Laubbaum.

… dass es in Österreich Urwald gibt?

Der Urwald Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich ist UNESCO Weltnaturerbe, das den größten Urwaldrest der Alpen schützt. Ziel ist es, ökologische Prozesse zu erforschen und Bewusstsein für den Erhalt natürlicher Lebensräume zu schaffen.

… warum Totholz wichtig für den Wald ist?

Totholz liefert Nährstoffe, speichert Wasser und fördert die Naturverjüngung. Es ist Lebensraum und Nahrung für viele Tierarten, stabilisiert den Boden, verhindert Erosion und wird zu Humus. Außerdem speichert es Kohlenstoff und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

… wem der Wald in Österreich gehört?

Der österreichische Wald ist zu 82 % in Privatbesitz (Landwirtschaft, Unternehmen, Adelsfamilien). 18 % sind öffentlich und werden von Bund, Ländern oder Gemeinden verwaltet – die größten Flächen durch die Österreichischen Bundesforste.

Die coolsten Outdoor-Akivitäten im Wald

Den Geist beleben, innere Ruhe finden

Waldbaden: Eintauchen in Österreichs Natur

Shinrin-yoku, das „Baden in der Waldluft“, ist eine Naturheilmethode aus Japan. Gemeint ist das achtsame Spazieren im Wald, das gesundheitsfördernd wirken soll. Bäume sondern Terpene ab – chemische Pflanzenbotenstoffe, die das Immunsystem stärken, Stress senken und die Psyche positiv beeinflussen können.

Wie funktioniert Waldbaden?
Einfach bewusst atmen, die Natur mit allen Sinnen erleben und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Ohne Eile, ohne Ablenkung. Dem Rauschen zuhören, das weiche Moos spüren, das beruhigende Grün wahrnehmen, den Waldboden riechen. Mit dieser Lebendigkeit in Körper und Geist fällt es leicht, Kraft zu tanken und sich zu erholen.

Die schönsten Plätze und geführten Touren zum Waldbaden

Atemzug für Atemzug: Was macht den Wald zum Sehnsuchtsort?

Wald erdet

Unsere Sinne sind auf natürliche Umgebungen ausgerichtet – nicht auf künstliches Licht und digitale Bildschirme. Deshalb empfinden viele Menschen den Aufenthalt im Wald als wohltuend und entspannend.

Wald macht fit

Bäume geben biochemische Substanzen, sogenannte Terpene, ab. Sie werden über die Atmung oder die Haut aufgenommen und in der Forschung im Zusammenhang mit der Immunregulation und der Senkung des Blutdrucks untersucht.

Wald verbindet

Seit jeher spielen Bäume eine wichtige Rolle für den Menschen – sie lieferten Holz für Wärme, Mahlzeiten und Schutz. Diese enge Beziehung zum Wald hat uns geprägt.

Wald erfrischt

Draußen sein bedeutet eine Vielfalt an Sinneseindrücken: das Rauschen der Blätter, der Duft von Harz, das sanfte Licht. Diese natürlichen Reize im Wald beleben und erfrischen.

Wald kennt weder Zeit noch Eile

Ein Spaziergang durch den Wald hilft, das Tempo des Alltags zu verlangsamen. Die ruhige Umgebung kann dazu beitragen, innere Unruhe zu reduzieren und das Wohlbefinden zu fördern.

Der Wald als Vorbild

Wie hält sich der Wald selbst gesund und kräftig?

Bäume kommunizieren
Bäume nutzen Duftstoffe und ein fein abgestimmtes Netzwerk aus Pilzen, um Informationen auszutauschen. Dieser natürliche Kommunikationsprozess unterstützt ein harmonisches Miteinander im Wald.

Bäume nehmen Rücksicht
Bäume regulieren ihr Wachstum, sodass benachbarte Bäume ausreichend Raum erhalten. Damit tragen sie zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Waldstruktur bei.

Bäume besitzen ein „Gedächtnis"
Bäume registrieren Umwelteinflüsse und können flexibel auf Veränderungen reagieren. Diese Anpassungsfähigkeit unterstützt ihre langfristige Stabilität.

Bäume sind soziale Wesen
Über ihr weitverzweigtes Wurzelsystem tauschen Bäume Nährstoffe aus und fördern so das gesunde Wachstum des gesamten Waldes.

Klimaschutz-Tipps

Wie schützen wir den Wald?
  • Der Wald mag Regeln. Die meisten Wälder in Österreich sind Kulturlandschaften, die gepflegt werden. Schilder geben Orientierung, um zum Schutz dieses Naturraums beizutragen.

  • Der Wald braucht Ruhe. Ob während des Winterschlafs oder in anderen Jahreszeiten: Waldtiere wollen ungestört sein, denn Lärm bedeutet Stress.

  • Achtung Feuer! Die meisten Waldbrände werden durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. Rauchen und Lagerfeuer im Wald sind deshalb streng verboten. Spezielle Grill- und Lagerplätze sind extra gekennzeichnet.

  • Am Weg bleiben. Der Waldboden ist ein lebendiger Kosmos mit vielen Jungbäumen, Pflanzen, Pilzen und Insekten – allesamt haben ihren Platz im Ökosystem. Wer am Weg bleibt, schützt sie. 

  • Hunde bitte an die Leine! Zum Schutz der Wildtiere müssen Hunde an der Leine gehen.

  • Radfahren mit Wegweiser. Die Bundesländer haben unterschiedliche Rad-Regelungen. Querfeldein- oder Crossfahren mit Mountainbikes ist grundsätzlich verboten. Gut beschilderte Radwege zeigen, wo’s lang geht.

FAQs

Hier sind einige der waldreichsten Regionen Österreichs:

Waldviertel in Niederösterreich: Geprägt von dichten Wäldern, sanften Hügeln und markanten Granitformationen. Perfekt für Naturerlebnisse und Wanderungen.

Mühlviertel in Oberösterreich: Eine hügelige, stark bewaldete Region im Norden Oberösterreichs mit zahlreichen Wander- und Erholungsmöglichkeiten.

Bregenzerwald in Vorarlberg: Bekannt für seine traditionellen Holzbauten und weitläufigen Wälder. Eine Region mit einzigartiger Kultur und Natur.

Gailtal in Kärnten: Ein Tal mit großen Waldflächen, das Outdoor-Abenteuer und ruhige Naturerlebnisse gleichermaßen bietet.

Lungau im SalzburgerLand: Eine der ursprünglichsten Regionen Salzburgs mit ausgedehnten Wäldern, Wiesen und Almen.

Der österreichische Wald ist größtenteils in Privatbesitz. Rund 82 % der Waldflächen gehören privaten Eigentümern, darunter Landwirte, Unternehmen und Adelige. Privatwälder können sowohl große Forstbetriebe als auch kleinere landwirtschaftliche Wälder sein. Etwa 50 % der privaten Waldflächen gehören Kleinwaldbesitzern mit weniger als 200 Hektar.

Etwa 18 % sind öffentliches Eigentum, das von Bund, Ländern oder Gemeinden verwaltet wird. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) verwalten mit etwa 850.000 Hektar die größten öffentlichen Waldflächen, die sich hauptsächlich in Bundesbesitz befinden. Diese Wälder umfassen Nationalparks, Schutzgebiete und große Forstflächen.

In Österreich ist das Zelten im Wald ohne Erlaubnis grundsätzlich verboten. Wer in Wäldern übernachten möchte, muss beim Waldeigentümer oder beim Forststraßenerhalter anfragen. Wer ohne Genehmigung campt, riskiert hohe Strafen.

Auf rund 300 Hektar wächst der Urwald Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich. Als UNESCO Weltnaturerbe schützt das Wildnisgebiet den größten Urwaldrest der Alpen. Ziel ist es, ökologische Prozesse zu erforschen und Bewusstsein für den Erhalt natürlicher Lebensräume zu schaffen.

In Österreichs Wäldern wachsen 65 verschiedene Baumarten. Davon sind 80 % Nadelbäume und 20 % Laubbäume. Die häufigste Nadelbaumart ist die Fichte mit 57,4 %, die Buche ist mit 11,9 % der am meisten verbreitete Laubbaum. Das Ranking wird fortgesetzt von Lärche (5,2 %), Weißkiefer (4,8 %) und Tanne (2,9 %). Der Rest von 15,4 % sind sonstige Baumarten.

Das könnte euch auch interessieren

Entdeckt das Beste von Österreich